Kauf per E-Mail-Bestätigung

26.08.2012 11:45

Interessent meldet sich auf Ihr Inserat zum Verkauf eines Kfz, behauptet Kaufvertragsschluss per E-Mail-Bestätigung, droht Schadenersatzansprüche geltend zu machen

Nach der Einstellung eines Verkaufsinserats erhalten Sie einen Anruf von einem Interessenten, der Ihr Fahrzeug kaufen möchte. Unter dem Vorwand, den Besichtigungstermin für das Fahrzeug zu bestätigen, werden Sie aufgefordert, Ihre Adresse per E-Mail zu bestätigen oder ein „Ok“ zu versenden. In anderen Fällen schickt der Käufer auch einfach eine „Test-E-Mail“ mit der Bitte um Bestätigung.

Tatsächlich handelt es sich bei diesen E-Mails aber um eine vermeintliche Kaufvertragsbestätigung – meist zu einem deutlich geringeren Preis als der tatsächliche Wert des Fahrzeugs. Von diesem Zeitpunkt an besteht der Betrüger auf Vertragserfüllung, also den Verkauf des Fahrzeugs zum angeblich vereinbarten Preis.

Sollten Sie dem Interessenten das Fahrzeug nicht verkaufen wollen oder es inzwischen an jemanden anderen verkauft haben, droht dieser, rechtliche Schritte einzuleiten und Schadenersatz wegen Nichterfüllung des Kaufvertrags geltend zu machen. Er behauptet, mit Ihrer E-Mail einen Beweis für einen gültigen Kaufvertrag zu haben. In Ausnahmefällen kann der Betrüger damit vor Gericht sogar Recht bekommen.

Seien Sie daher besonders vorsichtig bei der Beantwortung von unaufgefordert erhaltenen E-Mails potenzieller Interessenten! Schildern Sie in Ihren E-Mails den vollständigen Sachverhalt und den Grund für die E-Mail. Bewahren Sie den gesamten E-Mail-Verkehr zwischen Ihnen und dem Interessenten auf. So verringern Sie die Chance, dass vermeintliche Betrüger einen Ansatz finden, E-Mails als Bestätigung eines Kaufvertrags verstehen zu können.

Sie stehen im Kontakt mit einem vermeintlich unseriösen Käufer und haben bereits einen Kaufvertrag oder eine Drohung erhalten? Hilfe dazu…

  1. Wir sind gestern auch auf die Masche reingefallen, Kaufvertrag per Email bestätigt, bzw nur dass wir zur Übergabe kommen werden. Dann wurde solange nach Fehlern gesucht, bis man fündig wurde. Dermaßen Hirnwäsche und Rechtsansprüche an den Kopf geschmissen, dass man das Auto 700,00 Euro unter Wert / wie vereinbart abgegeben hat. Man denkt so etwas blödes kann ja eigentlich gar nicht passiert, aber steckt man einmal in der Situation drin, ist man ausgeliefert. Es sei den man kennt sich verdammt gut in der Rechtslage aus.

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