Vermittlungsmasche

26.08.2012 11:43

Nach dem Einstellen Ihres Fahrzeug-Inserates erhalten Sie eine SMS oder eine E-Mail mit der Aufforderung, Kontakt zu einer Vermarktungsfirma – meist mit Sitz im Ausland – aufzunehmen. Diese gibt vor, Kaufinteressenten zu vermitteln und verlangt eine Vermittlungsgebühr. Im Schnitt liegt diese zwischen 59 und 119 Euro, ohne dass eine Vermittlung schriftlich garantiert wird. Oft dient als Absender eine Ihnen bekannte Fahrzeugbörse oder die Dienstleistung wird angeblich vom ADAC empfohlen.

Es handelt sich hierbei um eine unseriöse Geschäftspraktik, teilweise sogar um eine Betrugsmasche von Scheinfirmen, deren Webseiten und E-Mail Adressen bei Überprüfung nicht selten ins Leere führen. Im Einzelnen gibt es drei Variationen der „Vermittlungsmasche“:

Vertrag / Rechnung folgt auf Telefonat

  • Bei einem Anruf über die angegebene Telefonnummer wird Ihnen mündlich ein potenzieller Kaufinteressent versprochen. Fahrzeugverkäufer, die sich mit der Vermittlung einverstanden erklären, erhalten wenige Tage später eine Rechnung über die Vermittlungsgebühr. Bei Nicht-Zahlung folgen Mahnungen. Zu einem Kontakt zwischen dem Verkäufer und dem potenziellen Käufer kommt es jedoch nicht.
  • Nach dem Telefonat folgt postwendend ungefragt eine Rechnung (statt des angeforderten Informationsmaterials), obwohl Ihnen noch kein Interessent vermittelt wurde.
  • Nach dem Telefonat wird Ihnen ein Vertrag zugeschickt, dessen Gegenstand jedoch nicht – wie mündlich versprochen – die erfolgreiche Vermittlung ist, sondern lediglich die Aufnahme in eine Datenbank (AGB beachten!).

Wichtig: Online-Marktplätze sind bereits effiziente Mittler zwischen Verkäufer und Käufer. Es bedarf keiner zusätzlichen Vermittlungsfirma – selbst wenn ein potenzieller Käufer mündlich zugesichert wird!

Sie stehen im Kontakt mit einem vermeintlich unseriösen bzw. betrügerischen Vermittlungsservice oder haben bereits eine Rechnung erhalten? Hilfe dazu…

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