Kontakt mit dem Verkäufer

Kontakt & Besichtigung:

  • Der Verkäufer möchte nur per E-Mail kommunizieren und ist telefonisch nicht zu erreichen.
  • Der Verkäufer verweigert aus verschiedenen Gründen eine Probefahrt oder eine Besichtigung.

Was ist zu tun:

  • Nehmen Sie von dem Angebot Abstand und gehen Sie auf Nummer sicher. Lieber auf ein vermeintliches Schnäppchen verzichten als ein zu hohes Risiko eingehen. Melden Sie das Inserat über den in der Anzeige vorhandenen Link an den entsprechenden Online-Fahrzeugmarkt und schildern Ihre Erfahrung.

 

Zahlungsvereinbarungen

  • Der Verkäufer besteht im Laufe des Kaufprozesses auf Vorkasse eine Anzahlung
  • Der Verkäufer verlangt eine Bargeld-Einzahlung an einen seiner Bekannten zum Beweis Ihres guten Willens bzw. Ihrer Liquidität.

Was ist zu tun:

  • Überweisen Sie auf keinen Fall Geld und leisten Sie keine Anzahlungen, auch wenn der Grund noch so plausibel klingen mag! Dies ist beim Fahrzeughandel nicht üblich – Geld nur gegen Fahrzeug und Fahrzeugpapiere – selbst bei Bekannten!

 

Treuhandservice / Verschiffungsunternehmen

  • Der Verkäufer besteht zur Abwicklung des Kaufes auf einen angeblichen Treuhandservice oder ein Transportunternehmen, der bzw. das die Kaufabwicklung übernehmen soll.

Was ist zu tun:

  • Kein Online-Fahrzeugmarkt bietet Treuhandservices an. Ausnahme: der Treuhandservice von eBay Motors. Die Arbeitsgruppe „Escrow Fraud“ („Treuhand-Betrug“) listet tagesaktuell alle ihr bekannten gefälschten Treuhandservices und Verschiffungsunternehmen auf und lässt diese aus dem Internet entfernen. Die Website der Arbeitsgruppe „Escrow Fraud“ finden Sie hier!

 

Bestätigungs-E-Mail des Internet-Fahrzeugmarktes

  • Der Online-Fahrzeugmarkt bestätigt per E-Mail die Rechtmäßigkeit des Fahrzeugs und die Seriosität des Verkäufers.

Was ist zu tun:

  • Kein Online-Fahrzeugmarkt bietet die Verifikation der Daten seiner Nutzer an. Brechen Sie den Kontakt mit dem angeblichen Verkäufer ab und gehen Sie kein Kaufgeschäft mit ihm ein. Melden Sie das Inserat über den in der Anzeige vorhandenen Link an den entsprechenden Online-Fahrzeugmarkt und schildern Ihre Erfahrung.

 

Überprüfung von Fahrzeuggutachten und Plaketten

  • Der Verkäufer beteuert die Richtigkeit der Angaben zum Fahrzeugzustand und verweist dabei auf die vorgelegten Dokumente (z. B. Inspektionsheft, AU- und HU-Bericht) sowie die Plaketten am Fahrzeug.
  • Nach der Besichtigung und einer Probefahrt sind Sie aber unsicher, ob alle Angaben korrekt sind.

Was ist zu tun?

  • Prüfen Sie, ob alle relevanten Unterlagen (z. B. Zulassungsbescheinigung Teil I oder Teil II bzw. Fahrzeugschein und -brief, AU-Bericht, HU-Bericht, Inspektionsheft) vorhanden sind.
  • Werfen Sie einen Blick in das Inspektionsheft. Ist dieses regelmäßig gepflegt worden und sind alle Angaben nachvollziehbar? Im Inspektionsheft finden Sie auch die Adresse der Werkstatt, welche die letzte Inspektion durchgeführt hat.
  • Kontrollieren Sie unbedingt den Allgemeinzustand des Fahrzeuges. Ist beispielsweise ein „frischer“ TÜV zum jetzigen Zeitpunkt plausibel? Sollten Sie Zweifel haben, wenden Sie sich an die Überwachungsorganisation (z. B. TÜV, GTÜ, DEKRA), die das Fahrzeug laut den vorgelegten Dokumenten überprüft hat. Welche Einrichtung das Fahrzeug kontrolliert hat, ergibt sich aus dem Stempel im Fahrzeugschein oder dem Prüfbericht. Die GTÜ bietet die Möglichkeit an, zu prüfen, ob ein Fahrzeug durch eigene Mitarbeiter untersucht wurde oder nicht. Die Online-Abfrage finden Sie hier
  • Eine Kfz-Werkstatt kann das Auto bei Bedarf auf den aktuellen Zustand überprüfen.

 

Überprüfung des Tachostandes

  • Der Verkäufer betont, dass der Kilometerstand korrekt ist, und verweist auf die Tachoanzeige – Sie haben aber Zweifel an der Richtigkeit seiner Angaben.

Was ist zu tun?

  • Verlassen Sie sich nicht auf Angaben wie „Kilometerstand laut Tacho“ oder „Kilometerstand abgelesen“. Dies ist lediglich eine Wissenserklärung ohne Garantieübernahme. Bestehen Sie auf eine schriftliche Angabe der „tatsächlichen Laufleistung“ im Kaufvertrag.
  • Schauen Sie sich das Auto genau an – passt das Erscheinungsbild zur angegebenen Laufleistung? Im Fahrzeuginnenraum sind Schalthebel und Lenkrad bei hohen Laufleistungen manchmal abgegriffen – die Pedalgummis stark abgenutzt. Häufiges Ein- und Aussteigen verschleißt die Türdichtungen.
  • Überprüfen Sie den Ölwechselanhänger im Motorraum sowie den Serviceaufkleber an der B-Säule, das Serviceheft und andere Unterlagen, auf denen der Kilometerstand vermerkt ist. Diese dürfen keine höheren Laufleistungen ausweisen als der Tacho.
  • Fordern Sie möglichst viele Belege mit Kilometerstandsangabe vom Verkäufer (z. B. Reparaturrechnungen, AU- und TÜV-Belege, Tank-Quittungen mit Kilometerstand, Werkstattrechnungen).
  • Besonders gut sichtbar ist die Fahrleistung auch am Auspuff: Die Verbindungsschellen rosten durch viele Fahrten im Winter.
  • Eine Fahrzeuguntersuchung bei einem neutralen Anbieter (z. B. ADAC, DEKRA, GTÜ, KÜS, TÜV) kann helfen. Weitere Informationen finden Sie hier.