Gefälschte Papiere

Allgemeines:

  • Lassen Sie sich vor dem Kaufabschluss vom Verkäufer immer die Original-Dokumente vorlegen und vergleichen Sie die dort enthaltenen Informationen mit dem besichtigten Auto, z. B. die Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN/VIN). Die Fahrzeugidentifikationsnummer befindet sich üblicherweise von außen sichtbar im Bereich der Windschutzscheibe. Bei älteren Fahrzeugen findet sie sich oft im Motorraum.
  • Überprüfen Sie vor dem Kauf alle vorgelegten Unterlagen (wie z. B. Inspektionsheft, AU- und HU-Bericht) und die Plaketten am Auto (Feinstaub- oder HU-Plakette). Betrüger fälschen diese oft, um einen guten Zustand des Autos vorzutäuschen.
  • Stellen Sie offizielle Papiere wie Fahrzeugdokumente, Ausweis oder Bankunterlagen Interessenten niemals in elektronischer Form zur Verfügung.

Gefälschte Fahrzeugpapiere:

Das Szenario: Ein Inserat im Internet, ein Treffen mit dem seriös wirkenden Verkäufer, Fahrzeugpapiere (Zulassungsbescheinigung Teil I/II) und Schlüssel werden übergeben, die Fahrgestellnummer stimmt. Doch beim Ummelden des Wagens stellt sich heraus, dass das Auto als gestohlen gemeldet wurde. Die Fahrzeugpapiere wurden offensichtlich gefälscht.

Wie kann so etwas passieren? Bei einem Einbruch in eine Zulassungsstelle werden Blanko-Zulassungspapiere entwendet. Die Daten des geklauten Fahrzeugs werden in die Blanko-Papiere übertragen – und schon hat das Auto „echte“ Dokumente. Auch beim Vergleich von Zulassungsbescheinigungen und Fahrgestellnummer ist der Betrug für den Käufer nicht feststellbar.

An gestohlenen Gegenständen kann man kein Eigentum erwerben – auch dann nicht, wenn man nicht wusste, dass das Auto gestohlen ist. Das Fahrzeug wird von der Polizei sichergestellt, der auf diese Weise geschädigte Käufer kann nur Strafanzeige erstatten. Wurde das Auto z. B. bei einer Autovermietung unterschlagen (nicht gestohlen!), ist zwar ein sogenannter gutgläubiger Erwerb des Autos möglich. Ob der Käufer beim Kauf tatsächlich gutgläubig war, lässt sich jedoch häufig nicht eindeutig ermitteln

Schutz für den Käufer: Treffen Sie den Verkäufer direkt bei der Zulassungsstelle und melden Sie das Fahrzeug gemeinsam um.

Hier finden Sie Hilfe dazu

Weitere gängige Betrugsmethoden, auf die Käufer achten sollten:

Die verschwiegene Fahrzeughistorie
Gefälschte Seriositätsbestätigung
Besichtigung und Übergabe
Gefälschte E-Mails
Vorsicht bei Vorkasse

Weitere gängige Betrugsmethoden, auf die Verkäufer achten sollten:

Fahrzeugübergabe an Dritte
Reparaturkostenbetrug
Versicherungsbetrug
Kauf per E-Mail-Bestätigung
Notar auf Vorkasse
Der Konto-Trick
Nie digitale Dokumente
Vermittlungsmasche
Scheckbetrug