Verstragsschluss per E-Mail

Ein Kaufinteressent meldet sich auf Ihr Verkaufsinserat. Unter dem Vorwand, den Besichtigungstermin für das Fahrzeug zu bestätigen, fordert er Sie auf, Ihre Adresse per E-Mail zu bestätigen oder ein „Ok“ zu versenden. In anderen Fällen schickt der Käufer auch einfach eine „Test-E-Mail“ mit der Bitte um Bestätigung.

Tatsächlich handelt es sich bei diesen E-Mails aber um eine Kaufvertragsbestätigung – meist zu einem deutlich geringeren Preis als der tatsächliche Wert des Fahrzeugs. Von diesem Zeitpunkt an besteht der Betrüger auf Vertragserfüllung, also den Verkauf des Fahrzeugs zum angeblich vereinbarten Preis.

Sollten Sie dem Interessenten das Fahrzeug nicht verkaufen wollen oder es inzwischen an jemanden anderen verkauft haben, droht dieser, rechtliche Schritte einzuleiten und Schadenersatz wegen Nichterfüllung des Kaufvertrags geltend zu machen. Er behauptet, mit Ihrer E-Mail einen Beweis für einen gültigen Kaufvertrag zu haben. In Ausnahmefällen kann der Betrüger damit vor Gericht sogar Recht bekommen.